The Golden Berry of the Baltic Sea

Die goldene Beere der Ostsee

Sanddorn für die Haut und was ihn besonders macht

Leuchtend orangefarbene Beeren zwischen silbrig-grünen Blättern, dort, wo die Bedingungen alles andere als sanft sein können: zwischen sandigen Dünen und salzigem Wind ist Sanddorn ein Markenzeichen vieler Küsten des Nordens.

Rund um die Ostsee findet man ihn eingebettet in die Küstenvegetation und seine Beeren verarbeitet zu regionalen Spezialitäten. Längst hat die Pflanze außerdem einen weiteren wertvollen Platz gefunden: in der Hautpflege.

Unter seinem botanischen Namen Hippophae rhamnoides ist Sanddorn der ikonische Inhaltsstoff unseres Coastmetics Chapter 01: Baltic Sea. Doch was macht diese widerstandsfähige Pflanze so besonders – und warum ist sie sowohl mit der Ostseeküste als auch mit Hautpflege so eng verbunden?

Eine Pflanze geprägt von der Küste

Sanddorn ist ein sommergrüner Strauch, der in kalten und gemäßigten Regionen heimisch ist. Trotz seiner heute starken Verbindung mit Nordeuropa erstreckt sich sein natürliches Verbreitungsgebiet über weite Teile Europas bis nach Asien.

Mit seinen schlanken, aber harten Blättern und dem luftigen Wuchs ist Sanddorn fast schon filigran – und dabei äußerst resilient. Dank seiner tiefen, starken Wurzeln wurde er traditionell als Küstenbefestigung angepflanzt. Einen großen Teil des Jahres bleibt er nahezu unscheinbar. Im September und Oktober, wenn seine Früchte gereift sind, verändert sich sein Erscheinungsbild jedoch grundlegend. Kleine, intensiv gelbe bis orangefarbene Beeren wachsen dicht entlang der Zweige und verleihen der Pflanze ihr unverwechselbares Aussehen. Eben dieser Kontrast zum Blau und Beige der Küste, leuchtende Früchte zwischen Dornen und Wind, machen den Sanddorn bis heute unverwechselbar.

Aus einer Pflanze der Landschaft wurde so im Laufe der Zeit ein Symbol, für den Norden und die Ostsee.

Von der Küstenbeere zur Hautpflege

Die intensive Farbe des Sanddorns gibt bereits einen ersten Hinweis auf das, was in ihm steckt. Aufgrund seines außergewöhnlich hohen Vitamin-C-Gehalts trägt er bis heute den Beinamen „Zitrone des Nordens“.

Verschiedene Bestandteile von Hippophae rhamnoides enthalten eine komplexe Mischung natürlich vorkommender Substanzen, darunter Carotinoide, Tocopherole, Phytosterole, Flavonoide und unterschiedliche Fettsäuren. Diese Vielfalt ist einer der Gründe dafür, dass Sanddorn auch für kosmetische Anwendungen und Hautpflege interessant geworden ist.

Wissenschaftliche Untersuchungen beschäftigen sich unter anderem mit den antioxidativen und hautbezogenen Eigenschaften verschiedener Sanddornbestandteile. Letztendlich ist  die Verarbeitung des Sanddorns entscheidend dafür, welche Bestandteile der Pflanze Eingang in eine Formulierung für Hautpflege finden.

Extrakt oder Öl? Die verschiedenen Formen von Sanddorn in der Hautpflege

Sanddorn wird hauptsächlich in zwei Formen als Bestandteil in Hautpflegeprodukten eingesetzt:

Sanddornfruchtextrakt wird gewonnen, indem bestimmte Bestandteile der Frucht mithilfe eines geeigneten Mediums extrahiert werden. Seine genaue Zusammensetzung und seine Eigenschaften hängen deshalb unter anderem vom verwendeten Extraktionsverfahren ab. Extrakte ermöglichen es, Bestandteile der Beere in eine Formulierung einzubringen, ohne dabei zwangsläufig dasselbe Lipidprofil, dieselbe Farbe oder dieselben sensorischen Eigenschaften eines Fruchtöls zu erhalten.

Sanddornfruchtöl ist dagegen lipidbasiert. Frucht- beziehungsweise Fruchtfleischöle sind  insbesondere reich an Palmitoleinsäure und Carotinoiden. Letztere tragen zu dem charakteristischen warmen Gold- bis Orangeton vieler Sanddornöle bei.

Diese unterschiedlichen Formen finden sich auch in Coastmetics Chapter 01: Baltic Sea wieder: THE TIDES, unser Oil-to-Milk Cleanser und THE SWELL, unsere leichte Feuchtigkeitspflege enthalten beide Sanddornfruchtextrakt. THE GLEAM, unser All-in-One Oil, enthält Sanddornfruchtöl, sichtbar unter anderem im natürlich warmen, gold-orangefarbenen Ton des Öls im Glasflakon.

Zwei Formen derselben Küstenpflanze, jeweils eingebettet in eine andere, maßgeschneiderte Formulierung – und damit ein pflegendes Symbol der Ostsee in jedem einzelnen Produkt unserer Baltic Sea Collection.

Die Natur hinter dem Inhaltsstoff schützen

Widerstandsfähigkeit bedeutet nicht Unverwundbarkeit. Seit etwa 2015 beobachten Forschungseinrichtungen und Behörden im Norden Deutschlands zunehmende Schäden an Sanddornpflanzen sowohl auf Anbauflächen als auch in Wildbeständen. Auch aus anderen Ländern rund um die Ostsee, darunter Finnland, Lettland und Polen, sind Welke- und Absterbeerscheinungen an Sanddorn bekannt, jedoch bislang ohne eindeutige Ursache.

Für eine Pflanze, die so eng mit der Landschaft des Ostseeraums verbunden ist, ist ihr Rückgang mehr als eine landwirtschaftliche Frage. Wilde Sanddornbestände besitzen ökologischen und kulturellen Wert und Sanddornvegetation kann selbst Bestandteil schützenswerter Küstendünen-Lebensräume sein. Sanddorn zu schützen bedeutet allerdings nicht, ihn einfach überall anzupflanzen. Beim Schutz natürlicher Küstenvegetation geht es immer auch um das Ökosystem, in dem die Pflanze wächst: Dünen, Boden, andere Pflanzenarten und die natürlichen Prozesse, die diese Landschaft formen.

Diese Unterscheidung ist wichtig: Sobald ein pflanzlicher Inhaltsstoff in Lebensmitteln, Wellness oder Kosmetik begehrt wird, lässt er sich leicht von seinem Ursprung lösen. Eine Beere wird zum Extrakt, ein Öl Bestandteil einer Formulierung. Die Natur dahinter verschwindet aus dem Blick.

Wir bei Coastmetics vertreten genau den gegenteiligen Ansatz: Die Herkunft eines Inhaltsstoffs soll nicht hinter seiner Verwendung verschwinden. Deshalb stammt der Sanddorn in allen Produkten unserer Baltic Sea Collection aus biologischem Anbau.

Sanddorn wurde zum botanischen goldenen Faden unseres Chapter 01: kostbar, zart und stark zugleich, ein tägliches Ritual und ein Moment der Küste, wo immer man ist.

 

Quellen & weiterführende Literatur

  • Bundesamt für Naturschutz (BfN): Dünen mit Hippophaë rhamnoides – Natura 2000-Lebensraumtyp 2160

  • Pundir et al. (2021): Ethnomedicinal uses, phytochemistry and dermatological effects of Hippophae rhamnoides L.: A review, Journal of Ethnopharmacology. 

  • Zielińska & Nowak (2017): Abundance of active ingredients in sea-buckthorn oil, Lipids in Health and Disease. 

  • Jiang et al. (2026): From Nutritional Profile to Circular Bioeconomy: A Review of Sea Buckthorn Oil and By-Product Valorization, Foods. 

  • Song et al. (2025): The role of sea buckthorn in skin and mucosal health: a review from an anti-inflammatory perspective, Frontiers in Pharmacology. 

  • Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern: Forschung zum Sanddornsterben / Projekt HippRham.

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